Bericht zum Tag der Stimme 2014

„Sandsäckchen oder Seil“ am 8. März 2014

Tagungsbericht

Einsatz von Materialien im Sprech- und Stimmbildungsunterricht. – Mit diesem Thema hat Regina Toth offenbar genau das Interesse der bmk-MitglMuenster_2014bieder getroffen. 22 Teilnehmer haben sich für den Tag der Stimme 2014 angemeldet. Vermutlich ein Rekord für bisherige bmk-Veranstaltungen.

Regina Toth ist Atem, Stimm- und Sprechlehrerin, Logopädin und Lehrlogopädin. Unter anderem arbeitet Sie für die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart und das Staatstheater Pforzheim. Außerdem ist Sie Gründerin des Odem-Instituts.

„Sandsäckchen oder Seil“ ist die Überschrift der Veranstaltung. Als wir morgens in der Studiobühne ankommen, erwartet uns aber noch viel mehr: Balancierscheiben, Holzstäbe, Thera- und Deuserbänder, Luftballons, Bälle, Federn, Tröten, Papprollen, usw. usf. Sogar ein echter Bogen wartet auf seinen Einsatz. Regina hat bereits eine riesige Menge an Materialien an vier Stationen im Seminarraum verteilt. So bleibt beim Ankommen das Kaffee-Buffet zunächst verwaist. Die Materialien sind für die meisten von uns viel spannender…

Sehr bald dürfen wir dann selbst ausprobieren: Anhand der vier Funktionskreise Tonus, Atmung, Stimme und Artikulation arbeiten wir uns durch die Materialien. Wir probieren aus, sprechen Texte, vergleichen Höreindrücke vorher und nachher und reflektieren die Anwendung im Seminar und in der Einzelarbeit.

Nach und nach erleben wir, welche Vorteile die Arbeit mit Materialien hat:

  • Sie motivieren Klienten und Teilnehmer zum Ausprobieren. (Was bei uns wunderbar funktioniert.)
  • Teilnehmer können das für sie passende Material auswählen. Mache ich eine Bodenkontakt-Übung lieber mit einem Tennisball, einem Igel- oder einem Golfball, oder sogar mit einem Körnerkissen?
  • Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer wird auf das Material gelenkt. Wer eine Feder pustet achtet auf die Feder. So wird die Aufmerksamkeit zunächst weggelenkt von der Beobachtung des eigenen Körpers und dem krampfhaften Versuch, eine Übung ‚richtig‘ auszuführen.
  • Teilnehmer können zu Hause mit Material üben. Das ist oft motivierender als Übungen ohne Material.

Den ganzen Tag über herrscht eine sehr entspannte Workshop-Atmosphäre. Teilnehmer experimentieren zu zweit oder in kleinen Gruppen mit den verschiedenen Materialien. Andere machen eine kurze Kaffeepause und tauschen sich über Neuigkeiten aus. Regina als Workshopleiterin ist mit ihrer Aufmerksamkeit überall, gibt Hilfestellungen und beantwortet Fragen. Zwischendurch treffen wir uns immer wieder im Plenum zur Reflexions- und Fragerunde.

Wir schließen den Tag mit einem kurzen Fazit jedes einzelnen. Viele von uns haben schon konkrete Pläne, welche Materialien Sie beim nächsten Stimmtraining einsetzen werden. Mit etlichen neuen Ideen und mit spielerisch guter Laune machen sich unsere weit angereisten Teilnehmer wieder auf den Heimweg.

Mit dabei waren:
Nils Beckmann, Ulrike Bosch, Christiane Brockerhoff, Marion Creß, Cornelia Ertmer, Gerlind Eschenhagen, Elisa Franz, Margit Großehagenbrock, Michael Kober, Andrea Kresimon, Annette Lepschy, Hilgrun Marx, Stephanie Pollmeier, Torsten Rother, Marion Schmidt, Regina Spindler, Norvisi Stanic, Nele Twilfer und Anke Ulke.

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